Geschichte des Kothmaißlinger Schützenhutes

         

Bei der Gründung des Vereins war allen klar, das Erscheinungsbild der Mitglieder soll einheitlich sein. Wegen der großen Anschaffungskosten einer kompletten Uniform entschieden sich die Verantwortlichen des Vereins, bei festlichen Anlässen zunächst nur den Hut zu tragen, der auf dem Bild links zu erkennen ist. In den 50er Jahren ergänzte eine Uniform, die im Zuchthaus in Straubing gefertigt wurde, den einheitlichen Hut zur kompletten Schützenkleidung.

Jedoch stellte sich mit der Zeit heraus, dass der Hut von Arbeitern und Landwirten als äußerst praktisch betrachtet und deshalb auch für andere Zwecke verwendet wurde. Zunehmend trug man die Kopfbedeckung zur Arbeit auf dem Feld oder am heimischen Hof. Dies hatte zur Folge, dass die Vereinshüte bei Feierlichkeiten meist beschmutzt waren.

Der 1. Schützenmeister Willi Roider sah sich daher gezwungen, etwas am Auftreten der Gesellschaft zu ändern, da er es als Schande empfand, wenn die Kothmaißlinger Schützen mit schmutzigen Hüten in der Öffentlichkeit auftraten. 1961 beschloß man daher, eine neue Kopfbedeckung anzuschaffen, wobei mehrere Modelle zur Auswahl standen. Wie aus Berichten von Vereinsmitgliedern hervorgeht, fiel die Wahl auf den Hut, den die Schützengesellschaft auch heute noch trägt, weil dieser Hut so „scheußlich“ war, dass ihn niemand zu privaten Anlässen tragen würde. Die anfängliche Skepsis, ob diesen Hut überhaupt jemand tragen würde, wich mit der Zeit. So ist der auf dem Foto rechts abgebildete Hut auch heute noch die offizielle Vereinskopfbedeckung der „Gemütlichen Schützengesellschaft“, obwohl sie eine Ausnahmeerscheinung in unserer Region darstellt.





Impressum
Datenschutzerklärung